MX-Teams
Ein Blick auf die Masters-Teams
In dieser neuen Serie möchten wir in loser Reihenfolge einige der Teams aus der Masters-Serie vorstellen.
Freitag, 10. Februar 2012
Team KMP Racing
(KMP-Teamchef Alexander Karg)
Die Mannschaft rings um Teamchef Alexander Karg (Foto) bestreitet dieses Jahr ihre erste Freiluftsaison und schlägt sich mehr als wacker. Als Stammpilot wurde Kasper Jensen für die komplette Masters-Serie verpflichtet. Der Däne hatte jedoch mit einigen kleinen Verletzungen zu kämpfen und liegt derzeit nur auf Rang 28 der Gesamtwertung. Der Franzose Loic Rombaut sorgte bei einzelnen Rennen für Highlights, musste jedoch aufgrund von Terminkollisionen mit der französischen Meisterschaft auch auf mehrere Starts verzichten. In Tensfeld glänzte die KMP-Truppe mit dem Sieg von Evgeny Bobryshev, der sich kurzfristig als Gastfahrer beim Team von Alexander Karg eingemietet hatte. Für Ried hatte der selbstständige Motorradhändler mit der Verpflichtung von MX3-Weltmeister Milko Potisek dann noch ein ganz besonderes Schmankerl für die Masters-Fans organisiert. Der Franzose zeigte sich begeistert von dem hohen Niveau der Serie: „Da ist es in der MX3-WM einfacher, auf die Spitzenplätze zu fahren.“ Mit Rang 4 im ersten Rennen lieferte der Weltmeister einen ordentlichen Einstand, musste jedoch im zweiten Durchgang nach zwei Stürzen mit einem völlig demolierten Motorrad aufgeben.
Teameigner Karg fühlt sich in der Masters-Klasse wohl und will auf jeden Fall auch im nächsten Jahr weitermachen. „Unsere Renneinsätze machen uns viel Spaß und ich denke, unsere Ergebnisse können sich sehen lassen“, schildert der Teamchef, der in Ketsch in der Nähe von Hockenheim ein eigenes Ladengeschäft mit Honda-Crossern und umfangreichem Zubehör- und Serviceangebot betreibt. „Im ersten Jahr lernt man immer dazu, deshalb habe ich schon einige Verbesserungen für 2012 im Hinterkopf. Mit Brice Bonnemoy haben wir einen vielversprechenden Neuzugang im Team, der vermutlich auch nächstes Jahr neben Kasper Jensen für uns fahren wird. Zudem wollen wir noch einen schnellen Piloten verpflichten, der ebenfalls die gesamte Saison für uns fahren soll. Für die Hallensaison 2012/13 ist uns bereits die Verpflichtung von Mickael Musquin gelungen. Mit ihm haben wir auf jeden Fall auch für die Indoor-Saison einen echten Siegfahrer im Team.“
Freitag, 10. Februar 2012
Kawasaki Elf Team Pfeil

(Kawasaki Elf Team Pfeil (v.l.): Filip Neugebauer, Kevin Wouts und Florent Richier)
Verglichen zum Newcomer-Team von Alexander Karg ist Harald Pfeil natürlich ein alter Hase im Motocross-Geschäft. Der Thüringer genießt im gesamten Fahrerlager Anerkennung und Respekt, nicht nur für seine Erfolge, sondern auch für seine offene und ehrliche Art. Dass Pfeil meistens sehr lange mit den selben Fahrern zusammenarbeitet, ist kein Zufall. Er ist jemand, bei dem ein Wort noch zählt. Seine Piloten können sich blind darauf verlassen, dass der Teamchef seine Zusagen einhält. Egal, ob sie mündlich oder schriftlich vereinbart wurden. Als exemplarisch darf man wohl seine Zusammenarbeit mit Florent Richier als Beispiel nennen. Der Franzose ist für einen Teamchef sicher nicht der einfachste Partner, ist er doch berüchtigt für seine manchmal recht launischen Auftritte. Für Harald Pfeil ist der Deutsche Meister und SX-Cup-Gewinner jedoch über die Jahre fast wie ein Sohn geworden, dem er so manche Eskapade durchgehen lässt. Richier hingegen belohnt ihn immer wieder mit grandiosen Auftritten und Siegen wie aus dem Nichts.
Vom Erfolg verwöhnt, hat das Team natürlich auch hohe Ansprüche und so ist Harald Pfeil diese Saison nicht gerade glücklich mit der Situation in den deutschen Wettbewerben. Filip Neugebauer und Kevin Wouts kämpften in den letzten Wochen mit Verletzungen und konnten nicht frei auffahren. Neugebauer ist jedoch schon fast wieder in seiner alten Form und konnte in Höchstädt den ersten Lauf gewinnen. Wouts hingegen muss sich mit einem gebrochenen Knochen in der Hand durch die letzten Rennen quälen, bevor er sich nach Saisonende einer Operation unterziehen wird. Florent Richier versuchte sich dieses Jahr auch noch in der französischen und tschechischen Meisterschaft und verzettelte sich dabei auch schon mal. So könnte das Team am Ende gar ohne Titel dastehen. Aber so ist der Motocrosssport nun mal, keiner weiß das besser als der Teamchef selbst. Dass er auch im nächsten Jahr mit dem gleichen Trio weitermachen möchte, verwundert nicht, steht er doch wie kaum ein anderer im Fahrerlager für Konstanz.
Freitag, 10. Februar 2012
Team Waldmann Honda

Unser heutiger Blick hinter die Kulissen geht zur Mannschaft von Honda Waldmann. Teameigner Sigurd Waldmann ist aus Zeitmangel nicht auf allen Rennen, er hat mit Teammanager Mirco Glöckner aber einen fähigen Mann, der sich um alle Belange des Rennteams kümmert.
„Das Outdoor-Rennteam für die diesjährige Saison wurde mit Jason Clermont für den Youngster Cup, Dennis Ullrich, Tim Münchhofen und Gregory Wicht für die Masters gestartet“, berichtet Glöckner. „Mit Clermont wollten wir eigentlich wieder Jagd auf den Titel im Youngster Cup machen, was sich jedoch mit einer langwierigen Fußverletzung leider schon früh im Jahr erledigt hatte. Mit Dennis Ullrich sind wir außerdem in der EMX2 angetreten. Die Ergebnisse dort waren zum Teil durchwachsen, doch beim Finale in Gaildorf hat Dennis mächtig aufgedreht und zwei tolle Rennen gezeigt. Sein erstes Jahr in der Masters-Klasse hat er ebenfalls recht erfolgreich abgeschlossen. Ein Platz unter den Top-15 war unser Ziel, das wir letztendlich auch erreicht haben. Man darf dabei nicht vergessen, dass Dennis mit der 250er gegen die stärkere Konkurrenz angetreten ist.“ In Holzgerlingen konnte Ullrich aufgrund einer Magenblutung leider nicht starten.
„Gregory Wicht hat sich beim Masters in München verletzt“, fährt Glöckner fort. „Er hat deshalb leider auch zwei Rennen versäumt. Tim Münchhofen ist das ein oder andere Mal an der Quali gescheitert, aber deshalb geht die Welt nicht unter.“
GRAFIK: UWE LAURISCH BY ZIEGLER VERLAGS GMBH









